Das unsichtbare Kind — das Muster des inneren Kindes dahinter
Das Kind, das gelernt hat, dass Unsichtbarkeit sicherer war als gesehen zu werden
Was die Mandala zeigt
Ein kleines Kind, von hinten gesehen, steht in der Mitte und löst sich auf in einen Kreis aus überlappenden Farnen und zwei Bäumen. Um sie herum wächst reiches Waldleben — Spatzen, Füchse, Eichhörnchen, Glühwürmchen — und kaum eines dreht sich zu ihr um. Eine Mondsichel ruht über ihrem Kopf wie ein stiller Heiligenschein. An den Rändern hängen Laternen. Der Wald drängt sie nicht hinaus. Er hat sie nur nicht ankommen sehen.
Was dieser Schatten ist
Du warst das Kind, das einen Raum verlassen und wiederkommen konnte, und niemand hat die Lücke bemerkt. Vielleicht hat ein lauteres Geschwisterkind jeden Raum mit sich genommen. Vielleicht zog die Trauer eines Elternteils, die Arbeit oder ein neuer Partner die ganze Aufmerksamkeit des Hauses. Also hast du gelernt, was jedes unsichtbare Kind lernt: bleib klein, fordere wenig, und die Luft bleibt sicher. Du wurdest gut darin, vorauszusehen, was andere wollen. Schlecht darin, zu wissen, was du selbst willst. Heute sitzt du in Besprechungen und sprichst nicht, auch wenn du die bessere Antwort hast. Heute sagst du Termine ab, indem du nichts sagst, weil du annimmst, niemand werde es bemerken. Meistens stimmt das. Das tut weh, auch wenn du es selbst eingerichtet hast. Die Unsichtbarkeit, die du für die Sicherheit gelernt hast, ist die Einsamkeit geworden, die du in dein Erwachsenenleben trägst.
Woran du Das unsichtbare Kind vielleicht erkennst:
• Du bist überrascht, wenn jemand sich an etwas erinnert, das du gesagt hast
• Du gehst davon aus, dass niemand an dich denkt — und meistens stimmt das
• Du verlässt Veranstaltungen früh und schaust, ob jemand geschrieben hat. Niemand hat
• Du bereitest dich überdurchschnittlich auf Gespräche vor, um dir das Recht zu verdienen, Zeit einzunehmen
• Du fühlst dich leicht schuldig, wenn du in der U-Bahn einen Sitzplatz nimmst
Wo es im Körper wohnt
Eine verschwommene Kante am Rand des Sehfeldes, dort, wo du dich so lange kleingerundet hast, dass der Körper den eigenen Umriss gedimmt hat. Eine kleine Schlaffheit an den Handgelenken — vom Nie-ganz-die-Hand-Heben.
Was das Ausmalen bewirkt
Diese Seite auszumalen heißt: langsam gesehen werden. Deine Hand bleibt bei ihr. Der Stift hält sie anwesend. Für diese vierzig Minuten ist sie die Mitte ihrer eigenen Seite, und niemand sonst ist im Raum. Das ist keine dauerhafte Heilung. Es ist ein zurückgegebener Blick, wiederholt. Der Wald im Bild ist das, was an ihr vorbeigewachsen ist. Die Farbe, die du hinzufügst, ist das, was jetzt für sie ankommt.
Nimm dir nach dem Ausmalen fünf Minuten:
1.
Atme. drei langsame Atemzüge, eine Hand auf der Brust
2.
Male. beginne mit den Farnen. Lass deine Hand ihren Kurven folgen
3.
Merke. was fühlt dein Körper, wenn du diejenige bist, die Aufmerksamkeit erhält?
4.
Schreibe. einen Satz: „Heute braucht der Teil von mir, der unsichtbar bleibt, ____"
Du darfst hier sein. Der Wald macht dir Platz.
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Druckfertig mit 300 DPI, 21,6 × 27,9 cm. Drei Seiten sind mit jeder E-Mail-Adresse kostenlos — die anderen 37 findest du im Buch.
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Das unsichtbare Kind ist eine kostenlose Mandala-Ausmalseite für Erwachsene aus Vierzig Gesichter des inneren Kindes. Sie wird mit 300 DPI gedruckt, 21,6 × 27,9 cm, mit 1,3 cm Rand, sodass ein Heimdrucker nichts abschneidet. Wähle drei Seiten aus der Gratis-Bibliothek aus, hinterlasse deine E-Mail-Adresse, und die PDFs laden ohne Wasserzeichen herunter — die restlichen 37 Seiten sind im gedruckten Buch.
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