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Die Beschämte — Das Kind, das gelernt hat, dass gesehen werden beurteilt werden war · kostenlose Mandala-Ausmalseite aus Vierzig Gesichter des inneren Kindes
Inneres Kind · Seite 23 von 40

Die Beschämte — das Muster des inneren Kindes dahinter

Das Kind, das gelernt hat, dass gesehen werden beurteilt werden war

Was die Mandala zeigt

Ein kleines Kind sitzt zusammengekauert vor einer geätzten Steinmauer, die mit dekorativen Reliefs bedeckt ist — kleine Augenformen und stilisierte zeigende Finger-Reliefs wie Tapete angeordnet. Weiche Blütenblätter fallen langsam von oben, treiben zwischen ihr und der Mauer. Ein Mandala aus Steinbögen und sanften Blüten umrahmt die Szene. Die Mauer ist alt. Die Blütenblätter mildern sie. Der Körper des Kindes ist zusammengekauert, aber bekleidet und sicher.

Was dieser Schatten ist

Du warst das Kind, das lernte, dass Sichtbarkeit gefährlich war. Vielleicht lachte ein Erwachsener über einen Körperteil. Vielleicht demütigte dich ein Elternteil in der Öffentlichkeit. Vielleicht stellte ein Lehrer dich vor der Klasse bloß. Vielleicht war die Botschaft leiser — ein Seufzer, wenn du sprachst, ein Blick, wenn du hereinkamst, eine Stille, nachdem du es versucht hast. Du lerntest, verschwinden zu wollen. Du lerntest, dass das Gefühl, angeschaut zu werden, selbst die Strafe war. Mit den Jahren errötest du, bevor du etwas falsch gemacht hast. Du entschuldigst dich, wenn dich jemand bemerkt. Du fühlst eine heiße Welle, wenn ein Foto gemacht wird. Du meidest Spiegel nach bestimmten Mahlzeiten. Die Mauer in diesem Bild ist alt. Sie wurde lange vor dir gebaut, von jemandem, dessen Steine nicht einmal deine waren. Die fallenden Blütenblätter sind das Weichmachen von heute Nacht.

Woran du Die Beschämte vielleicht erkennst:

• Du errötest beim Kompliment, bevor du die Wahl hast

• Du spielst einen Moment öffentlicher Bloßstellung jahrelang nach und fühlst die Hitze wieder

• Du vermeidest fotografiert zu werden und fühlst dich schuldig fürs Vermeiden

• Du entschuldigst dich für visuellen Raum — im Weg zu sein, im Foto, im Raum

• Du ertappst dich dabei, die Teile von dir zu verbergen, die darum bitten, gesehen zu werden

Wo es im Körper wohnt

Hitze, die in dem Augenblick ins Gesicht steigt, in dem Aufmerksamkeit ankommt. Hände, die zum Gesicht oder zum Bauch wandern, sobald Bemerken aufkommt. Ein kleiner Wunsch, auf den Boden zu sehen, bevor ein Kompliment fertig werden kann.

Was das Ausmalen bewirkt

Diese Mauer auszumalen heißt: jeden zeigenden Finger langsam zu einem fallenden Blatt werden zu lassen. Die Mauer steht noch. Die Blätter sind weich. Male zuerst ein Blatt. Du musst die Mauer nicht heute Nacht abreißen.

Nimm dir nach dem Ausmalen fünf Minuten:

1.

Atme. lege eine Hand auf die Brust. Drei langsame Atemzüge. Nichts in diesem Raum urteilt

2.

Male. beginne mit den fallenden Blütenblättern. Die Mauer darf warten. Die Augen dürfen warten

3.

Merke. den Teil von dir, der verschwinden will. Sag ihr, sie darf bleiben

4.

Schreibe. einen Satz: „Der Teil von mir, den ich verberge, weil ihn jemand einmal beschämte, ist ____"

Die Scham gehörte jemand anderem. Du darfst sie fallen lassen wie ein Blütenblatt.

Wenn sich heute zu schwer anfühlt, um es allein zu tragen, wende dich bitte an jemanden. DE/AT/CH: 0800 111 0111 · International: findahelpline.com

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