Die Tapfere — das Muster des inneren Kindes dahinter
Das Kind, das gelernt hat, an der Tür zu stehen, wenn niemand sonst es tat
Was die Mandala zeigt
Ein kleines Kind steht vor einer geschlossenen Holztür, ein mit Eichenblatt-Gravur versehener Schild ruht zu ihren Füßen. Ein eiserner Schlüssel hängt in ihrer Hand. Über ihr ist ein Steinbogen von Ranken und Schutzsymbolen umkränzt, die ein langsames Mandala bilden. Die Tür ist schwer. Sie ist klein. Sie steht seit Jahren hier. Der Schild ist nicht mehr schwer. Heute Nacht gehört er auf den Boden.
Was dieser Schatten ist
Du warst das Kind, das zur Stütze wurde, weil sonst niemand stand. Vielleicht hatte ein Elternteil Angst, und du wurdest diejenige, die das späte Klopfen beantwortete. Vielleicht wurde ein Geschwisterkind gemobbt, und du wurdest diejenige, die zwischen ihm und der Welt stand. Vielleicht versagte ein Erwachsener, und du wurdest diejenige, die die Hausregeln hielt. Du lerntest tapfer zu sein, weil niemand sonst es sein würde. Der Preis ist, dass du inzwischen Hilfe nicht leicht annehmen kannst. Du gehst das schwere Gespräch zuerst an. Du meldest dich für die schwierige Aufgabe. Du fährst alleine zum Termin. Du bist diejenige, die deine Freundinnen anrufen, wenn etwas brennt. Und manches davon willst du vielleicht nicht ablegen — dein Rückgrat hat ein Leben gebaut, auf das andere Menschen angewiesen sind. Diese Seite verlangt nicht, dass du es verlierst. Nur, dass du den Schild für vierzig Minuten auf den Boden legst. Du bist müde davon, auf Wache zu sein.
Woran du Die Tapfere vielleicht erkennst:
• Du fühlst dich unwohl, wenn jemand anbietet, mit etwas Schwerem zu helfen
• Du hast eine kürzliche Krise allein bewältigt und niemanden gebeten zu kommen
• Du fühlst eine kleine Panik, wenn niemand auf dich angewiesen ist
• Du bleibst lange auf, um die Aufgabe zu erledigen, für die sich niemand sonst gemeldet hat
• Du merkst, dass Gebrauchtwerden die einzige Liebe ist, der du ohne Prüfung traust
Wo es im Körper wohnt
Ein langer Zug im unteren Rücken aus Jahren, in denen du das Gewicht der anderen getragen hast. Hüften, die sich verriegeln, sobald jemand im Raum auseinanderzufallen beginnt.
Was das Ausmalen bewirkt
Diesen Schild auszumalen heißt: ihn niederzulegen. Die Tür braucht dich heute Nacht nicht. Der Steinbogen wird halten. Die Ranken werden halten. Male zuerst den Schild auf dem Boden. Er darf ein schönes Objekt sein, keine Pflicht.
Nimm dir nach dem Ausmalen fünf Minuten:
1.
Atme. lass die Schultern fallen. Drei Atemzüge in den oberen Rücken
2.
Male. beginne mit dem Schild auf dem Boden. Nicht der Tür. Nicht dem Schlüssel
3.
Merke. den Teil von dir, der auf Wache war. Sag ihr, heute ist frei
4.
Schreibe. einen Satz: „Heute lasse ich jemand anderen ____ tragen"
Die Tür ist schwer und gehört dir trotzdem nicht allein. Du darfst ruhen.
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Druckfertig mit 300 DPI, 21,6 × 27,9 cm. Drei Seiten sind mit jeder E-Mail-Adresse kostenlos — die anderen 37 findest du im Buch.
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Die Tapfere ist eine kostenlose Mandala-Ausmalseite für Erwachsene aus Vierzig Gesichter des inneren Kindes. Sie wird mit 300 DPI gedruckt, 21,6 × 27,9 cm, mit 1,3 cm Rand, sodass ein Heimdrucker nichts abschneidet. Wähle drei Seiten aus der Gratis-Bibliothek aus, hinterlasse deine E-Mail-Adresse, und die PDFs laden ohne Wasserzeichen herunter — die restlichen 37 Seiten sind im gedruckten Buch.
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